Bisherige Friedensdienste

1993 konnten die ersten sechs FriedensdienerInnen ihren Einsatz im Flüchtlingslager Postojna/Slowenien und im sozialen Wiederaufbau-Projekt in Pakrac/Kroatien beginnen. Seitdem haben sich über 115 FriedensdienerInnen in allen Regionen des ehemaligen Jugoslawien für den Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen und interethnische Verständigung eingesetzt.

Die FriedensdienerInnen arbeiteten jeweils gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen im Bildungs-, Frauen-, Friedens-, Menschenrechts- und Jugendbereich. Durch eine vierwöchige Ausbildung wurden sie auf ihren Einsatz vorbereitet. Ein Friedensdienst dauerte zwischen 6 und 14 Monaten, wobei Männer dadurch von der Ableistung des Zivildienstes in Österreich befreit werden konnten.

Die ÖFD haben somit über 10 Jahre lang gezeigt, wie eine praktische und nachhaltigere Alternative als militärische Konfliktlösung konkret möglich ist. Nun setzen wir uns dafür ein, diese Alternative auf eine neue Basis zu stellen, und führen daher seit 2004 eine Kampagne für die Schaffung, Etablierung und Förderung freiwilliger, ziviler Friedensdienste (ZFD) in Österreich durch.

Vorerst keine weiteren Friedensdiensteinsätze

Vorerst wird es keine Friedensdiensteinsätze geben. Aufgrund der angespannten finanziellen und strukturellen Situation haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen. Dafür wollen wir die so frei gewordenen Ressourcen nutzen, um uns sowohl inhaltlich, als auch materiell neu zu orientieren.

Wir wollen die bisherige Arbeit nach ihren Stärken und Schwächen untersuchen sowie an einer nachhaltigen Strategie für die Zukunft des ÖFD arbeiten. Über den laufenden Prozess wird in der Zeitschrift FriedensDienst der ÖFD informiert, und laufend auch hier auf der Website.

Hier bekommen Sie dennoch einen guten Einblick darüber, was wir bisher gemacht haben, welche Projekte es gab, und somit auch eine Vorstellung wie es in verbesserter Weise wieder weitergehen soll.