Die Österreichischen Friedensdienste (ÖFD)

Die Österreichischen Friedensdienste wurden 1991 als "Plattform zur Förderung von Friedensarbeit" gegründet, die sich die Förderung und Durchführung von Friedensdiensten im In- und Ausland als Hauptaufgabe stellten. 1993 konnten die ersten sechs FriedensdienerInnen ihren Einsatz im Flüchtlingslager Postojna/Slowenien und im sozialen Wiederaufbau-Projekt in Pakrac/Kroatien beginnen. Seitdem haben sich über 115 FriedensdienerInnen in allen Regionen des ehemaligen Jugoslawien für den Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen und interethnische Verständigung eingesetzt.

Die FriedensdienerInnen arbeiteten jeweils gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen im Bildungs-, Frauen-, Friedens-, Menschenrechts- und Jugendbereich. Durch eine vierwöchige Ausbildung wurden sie auf ihren Einsatz vorbereitet. Ein Friedensdienst dauerte zwischen 6 und 14 Monaten, wobei Männer dadurch von der Ableistung des Zivildienstes in Österreich befreit werden konnten.

Die ÖFD haben somit über 10 Jahre lang gezeigt, wie eine praktische Alternative zu militärischer Konfliktlösung konkret möglich ist. Nun setzen wir uns dafür ein, diese Alternative auf eine neue Basis zu stellen, und führen daher eine Kampagne für die Schaffung, Etablierung und Förderung freiwilliger, ziviler Friedensdienste (ZFD) in Österreich durch.

Siehe auch Was war